Bildungsministerin Molina Aguilar will Gouverneurin von Michoacán werden
Hannah BöhmBildungsministerin Molina Aguilar will Gouverneurin von Michoacán werden
Gabriela Molina Aguilar, Bildungsministerin von Michoacán, hat die Fortschritte unter der Regierung von Alfredo Ramírez Bedolla dargelegt. Der Bundesstaat führt mittlerweile landesweit die Statistik bei der Verringerung von Bildungsrückständen an – trotz der tiefgreifenden Instabilität, die das Schulsystem bei Amtsantritt prägte. Gleichzeitig deutete sie eigene politische Ambitionen an und signalisierte, dass sie als nächste Gouverneurin kandidieren könnte.
Als die aktuelle Regierung die Amtsgeschäfte übernahm, steckte das Bildungssystem Michoácans in einer schweren Krise: Lehrkräfte erhielten keine Gehälter, der Schulbetrieb war gestört, und das Vertrauen zwischen Pädagog:innen, Familien und Behörden war zusammengebrochen. Molina Aguilar bezeichnete den Wiederaufbau dieses Vertrauens als die größte Herausforderung.
Die Regierung setzte auf drei zentrale Strategien: stärkere Führung, institutionelle Reformen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte. Ein Schlüsselelement war das Stipendienprogramm „Gertrudis Bocanegra“, das Schüler:innen den Verbleib in der Schule ermöglichen soll. Als besonderen Erfolg hob Molina Aguilar den Rückgang der Schulabbrecherquoten hervor.
Für die Zukunft betonte sie die Notwendigkeit eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels mit Bürger:innen im Mittelpunkt. Zugleich machte sie deutlich, dass sie bereitstehe, für das Gouverneur:innenamt zu kandidieren – vorausgesetzt, die Bevölkerung stehe hinter ihr. Auf die Frage, wer Michoacán als Nächste regieren werde, antwortete sie selbstbewusst: „Diese Frau werde ich sein.“
Molina Aguilars Amtszeit ist von messbaren Verbesserungen geprägt: von der finanziellen Stabilisierung der Schulen bis hin zu höherer Schülerbindung. Das Stipendienprogramm und das wiederhergestellte Vertrauen im Lehrkörper markieren konkrete Fortschritte. Ihre mögliche Kandidatur eröffnet nun ein neues Kapitel in der politischen Landschaft des Bundesstaats.






