Bierkonsum in Niedersachsen und Bremen bricht weiter ein – Steuern und Brauereien leiden
Hannah BöhmBierkonsum in Niedersachsen und Bremen bricht weiter ein – Steuern und Brauereien leiden
Bierabsatz und Steueraufkommen in Niedersachsen und Bremen gehen seit Jahren stark zurück
Die Bierverkäufe und Steuereinnahmen in Niedersachsen und Bremen sind im vergangenen Jahrzehnt deutlich gesunken. Aktuelle Zahlen für 2025 zeigen, dass dieser Rückgang anhält – sowohl der Konsum als auch die Zahl der Brauereien gehen weiter zurück. Die Entwicklung entspricht einem bundesweiten Trend.
Im Jahr 2025 werden die Biersteuereinnahmen in beiden Bundesländern voraussichtlich 38,4 Millionen Euro betragen. Das bedeutet einen Rückgang um 10,7 Prozent im Vergleich zu 2024, als die Einnahmen noch bei 43 Millionen Euro lagen. Im Vergleich zu 2016 ist der Einbruch noch deutlicher: Damals lagen die Steuereinnahmen um 14,5 Millionen Euro höher – ein Minus von 27,4 Prozent.
Auch die Absatzmengen sind kontinuierlich gesunken. Für dieses Jahr werden 7,2 Millionen Hektoliter ausgewiesen, nach 7,5 Millionen im Vorjahr. Seit 2016 ist der Verbrauch um 1,5 Millionen Hektoliter zurückgegangen, was einem Rückgang von 17,7 Prozent entspricht.
Zudem hat sich die Zahl der Brauereien verringert. Zwischen 2024 und 2025 schlossen vier Betriebe, sodass die Gesamtzahl von 85 auf 81 sank. Der Rückgang bei Absatz und Produktion passt in das Bild eines strukturellen Wandels auf dem deutschen Biermarkt.
Die neuesten Daten bestätigen den langfristigen Rückgang bei Bierkonsum und Steuereinnahmen in Niedersachsen und Bremen. Mit weniger aktiven Brauereien und weiter sinkenden Verkäufen steht die regionale Bierbranche vor anhaltenden Herausforderungen. Die Zahlen spiegeln eine Entwicklung wider, die sich auch in anderen Teilen Deutschlands zeigt.






