10 April 2026, 22:14

BGH-Urteil: Landwirt gewinnt jahrzehntelangen Streit um mangelhaften Silo

Nahaufnahme einer gebrochenen und verwitterten Straßenoberfläche mit tiefen, breiten Rissen und einer unebenen, rauen Textur.

BGH-Urteil: Landwirt gewinnt jahrzehntelangen Streit um mangelhaften Silo

Ein jahrelanger Rechtsstreit um einen mangelhaften Silo ist mit einem endgültigen Urteil zugunsten des Landwirts beendet worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) verurteilte das Bauunternehmen, die vollen Reparaturkosten zu tragen, und hob damit eine frühere Entscheidung auf, die die Verantwortung geteilt hatte. Der Streit begann, nachdem kurz nach der Fertigstellung des Silos im Jahr 2010 Risse und unebene Flächen auftraten.

Der Fall nahm seinen Lauf, als ein Bauunternehmen im September 2010 für einen Landwirt einen Befahrsilos errichtete. Kurz darauf bildeten sich sichtbare Risse und Unebenheiten an der Konstruktion. Besorgt um die Sicherheit und Haltbarkeit des Bauwerks leitete der Landwirt 2013 ein selbstständiges Beweisverfahren ein, um das Ausmaß der Schäden feststellen zu lassen.

2015 forderte der Landwirt offiziell 120.000 Euro als Vorschuss für die notwendigen Reparaturarbeiten. Das Landgericht Ansbach gab dem Landwirt zunächst recht und sprach ihm die volle Summe zu. Das Oberlandesgericht Nürnberg reduzierte den Betrag später jedoch um ein Drittel mit der Begründung, der Landwirt trage eine Mitschuld an der Verschlechterung des Silos.

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Der Landwirt legte Revision ein, was schließlich zur abschließenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs führte. Das Gericht urteilte, dass das Bauunternehmen sämtliche Mängel vollständig zu beheben habe – unabhängig davon, wie lange der Silo bereits in Betrieb war oder in welchem Zustand er sich nach den Reparaturen befinden würde. Das Urteil bestätigte damit die ursprüngliche Zusage: Der Landwirt habe von Anfang an Anspruch auf einen einwandfreien Silo gehabt, wie vereinbart.

Mit dem Beschluss wird das Bauunternehmen verpflichtet, die gesamten Reparaturkosten ohne Abzüge zu übernehmen. Der Landwirt erhält nun die volle Entschädigung, die für die Wiederherstellung des Silos in den vertraglich zugesicherten Zustand erforderlich ist. Damit endet ein Rechtsstreit, der sich über mehr als ein Jahrzehnt hingezogen hat.

Quelle