Betrüger täuschen Rosreestr-Mitarbeiter vor: So schützen Sie Ihr Grundstück vor Abzocke
Elias WernerBetrüger täuschen Rosreestr-Mitarbeiter vor: So schützen Sie Ihr Grundstück vor Abzocke
Betrüger geben sich als Mitarbeiter des russischen Grundbuchamts Rosreestr aus und zielen gezielt auf Besitzer von Landhäusern und Datschen ab. Die Kriminellen verschicken gefälschte Benachrichtigungen über angebliche Verstöße gegen Nutzungsvorschriften für Grundstücke, um ihre Opfer zur Herausgabe sensibler Daten zu verleiten. Ihr Ziel: den Zugriff auf Gosuslugi-Konten zu erlangen und unter falschen Vorwänden Geld zu erpressen.
Das perfide Vorgehen beginnt mit Nachrichten, in denen den Betroffenen vorgeworfen wird, gegen Landnutzungsbestimmungen verstoßen zu haben. Die gefälschten Warnungen wirken auf den ersten Blick offiziell, sind aber gezielt darauf ausgelegt, Panik auszulösen. Die Betrüger bieten ihren Opfern an, die angebliche Strafe „ermäßigt“ zu begleichen – allerdings nur bei sofortiger Zahlung.
Um den Schwindel glaubwürdiger erscheinen zu lassen, fordern die Kriminellen einen per SMS verschickten Bestätigungscode an, der auf das Handy des Opfers gesendet wird. Mit diesem Code dringen sie dann in dessen Gosuslugi-Konto ein. Dadurch erhalten sie nicht nur Zugriff auf persönliche Daten, sondern potenziell auch auf weitere mit dem Konto verknüpfte Dienstleistungen.
Rosreestr betont, dass echte behördliche Maßnahmen stets auf offiziellen Überprüfungen basieren. Etwaige Bußgelder werden ausschließlich über einen Verwaltungsbescheid verhängt, der von einer autorisierten Person unterzeichnet sein muss. Echte Benachrichtigungen erfolgen immer persönlich, per Einschreiben oder über die Gosuslugi-Plattform – niemals über unaufgeforderte Nachrichten. Zudem werden Grundstückseigentümer vor möglichen Vollstreckungsmaßnahmen stets vorab informiert.
Die Betrugsversuche häufen sich mit Beginn der Datscha-Saison, wenn Besitzer von Ferienimmobilien vermehrt aktiv sind. Die Behörden weisen darauf hin, dass keine offizielle Stelle nach Bestätigungscodes fragt oder Sofortzahlungen einfordert. Bei verdächtigen Nachrichten wird dringend geraten, diese umgehend zu melden.






