05 June 2026, 18:41

Betrüger erpressen Besitzer von Balkon-Solaranlagen mit gefälschten Bußgeld-Forderungen

Strafe für Balkon-Kraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrüger erpressen Besitzer von Balkon-Solaranlagen mit gefälschten Bußgeld-Forderungen

Besitzer kleiner „Balkon-Solaranlagen“ in Deutschland werden mit betrügerischen Schreiben unter Druck gesetzt

Die gefälschten Briefe, die angeblich von der Bundesnetzagentur stammen, fordern eine sofortige Registrierung der Anlagen und die Zahlung von Bußgeldern. Behörden warnen nun vor den Betrugsversuchen, um weitere Opfer zu verhindern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In den betrügerischen Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Minianlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Sie verlangen eine „Verwarnungsgebühr“ von 41,60 Euro und drohen mit einem „vollen Bußgeld“ von 208 Euro, falls die Summe nicht innerhalb von 14 Tagen beglichen wird. Die Betrüger nutzen dabei die Verunsicherung über tatsächliche gesetzliche Pflichten aus: Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müssen Betreiber von Solaranlagen jährlich ihre Zählerstände melden, um die Einspeisevergütung zu erhalten.

Die Bundesnetzagentur hat mehrere Ungereimtheiten in den Schreiben aufgedeckt, darunter falsche Absenderadressen, Telefonnummern und E-Mail-Angaben. Die Behörde betont, dass echte Mitteilungen niemals zur sofortigen Zahlung auffordern oder drohende Formulierungen enthalten würden.

Zwar müssen Besitzer von Balkon-Solaranlagen ihre Anlagen tatsächlich innerhalb eines Monats nach Installation registrieren. Doch die Behörde rät allen, die solche Briefe erhalten, die Forderungen ignorieren und stattdessen Anzeige bei der Polizei zu erstatten, um die Täter zu ermitteln.

Der Betrug spielt mit der Unsicherheit vieler Anlageneigentümer über die Meldepflichten für kleine Solaranlagen. Zwar können bei unterlassener Registrierung tatsächlich Bußgelder fällig werden – die gefälschten Schreiben sind jedoch reine Betrugsversuche. Die Behörden ermitteln weiter und fordern die Bevölkerung auf, verdächtige Post vor jeder Reaktion auf ihre Echtheit zu prüfen.

Quelle