Berlins Verkehrswende: Immer weniger Autos, immer mehr Fahrräder auf den Straßen
Hannah BöhmAutorität: Fahrradverkehr in Hamburg steigt - Autoverkehr sinkt - Berlins Verkehrswende: Immer weniger Autos, immer mehr Fahrräder auf den Straßen
Berlin verzeichnet seit zwei Jahrzehnten einen stetigen Rückgang der Autonutzung
Allein im Jahr 2023 ging der Autoverkehr in Berlin um ein Prozent zurück – ein Trend, der sich bereits seit Langem abzeichnet. Wie Behörden mitteilen, setzen immer mehr Einwohner auf Fahrräder und andere nachhaltige Alternativen statt auf private Pkw.
Die Abkehr vom Auto vollzieht sich schrittweise, aber deutlich: Seit 2019 ist der Autoverkehr in der Stadt um 12 Prozent gesunken. Im Vergleich zu 2000 fällt der Rückgang noch stärker aus – um 19 Prozent. Trotz wachsender Bevölkerung verringerte sich auch die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge 2023 um etwa 3.000.
Gleichzeitig hat der Radverkehr in derselben Zeit stark an Bedeutung gewonnen. Im vergangenen Jahr stiegen die Fahrradfahrten um 4 Prozent, was sich zu einem Plus von 32 Prozent seit 2019 addiert. Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte hat sich die Radnutzung mehr als verdoppelt: Seit 2000 stieg sie um 118 Prozent.
Verkehrssenator Anjes Tjarks führt die Entwicklung auf die Bemühungen der Stadt zurück, umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu fördern. Berlin arbeite daran, Alternativen wie Radfahren, Zu-Fuß-Gehen und den Öffentlichen Nahverkehr für die Bürger attraktiver zu gestalten.
Die aktuellen Zahlen belegen einen klaren Wandel weg vom privaten Pkw in Berlin. Mit weniger Autos auf den Straßen und mehr Radfahrern scheinen die Maßnahmen der Stadt für nachhaltige Mobilität zu greifen. Die Behörden wollen das Angebot für Einwohner, die auf ihr Auto verzichten möchten, weiter ausbauen.
