23 May 2026, 14:16

Berliner Bildungsbündnis fordert radikale Schulreformen für mehr Gerechtigkeit und Inklusion

Koalition für ein gerechteres Schulsystem in Berlin gegründet

Berliner Bildungsbündnis fordert radikale Schulreformen für mehr Gerechtigkeit und Inklusion

Bündnis für Bildungsreform in Berlin fordert grundlegende Veränderungen im Schulsystem

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Ein Bündnis aus Bildungsaktivist:innen in Berlin verlangt tiefgreifende Reformen des Schulwesens der Hauptstadt. Am Donnerstag wird Jennifer Rosin, die Landesschülervertreterin, im Namen der Initiative „Gute Schulen für alle“ ein Forderungspaket vorstellen. Die Gruppe kritisiert, dass die aktuelle Bildungspolitik tausende Kinder im Stich lässt und die psychische Gesundheit von Schüler:innen weiter verschlechtert.

Im Mittelpunkt der Forderungen stehen drei zentrale Punkte: mehr demokratische Mitbestimmung an Schulen, uneingeschränkte Inklusion für alle Schüler:innen sowie gerechterer Zugang zu Bildung. Janine Schott von der Berliner Allianz für Schulinklusion wies darauf hin, dass rund 2.800 Kinder in der Stadt noch immer ohne Schulplatz sind – ein klarer Verstoß gegen ihr Recht auf Bildung. Das Bündnis besteht darauf, dass Schulen mehr tun müssen, um jedes Kind, unabhängig von Herkunft oder Fähigkeiten, zu integrieren.

Auch die psychische Belastung unter Schüler:innen hat besorgniserregende Ausmaße erreicht. Rosin bezeichnete die steigenden Zahlen von Krankheitsfällen, Stress und Einsamkeit als inakzeptabel und führte sie auf übermäßigen schulischen Leistungsdruck zurück. Die Initiative schlägt vor, benotete Aufgaben und standardisierte Tests zu reduzieren und stattdessen alternative Methoden der Lernstandserfassung zu erproben. Lydia Puschnerus, Leiterin des Schulressorts bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin, pflichtete dem bei und argumentierte, dass eine Überbetonung von Tests die eigentliche Bildungsqualität untergräbt.

Die Forderungen nach Reformen beschränken sich jedoch nicht auf den Unterricht. Der Landesschülerausschuss (LSA) forderte einen grundlegenden Wandel im Schulsystem und betonte, dass hochwertige Bildung für zu viele Kinder und Jugendliche unerreichbar bleibt. Jennifer Roßberg vom Landeselternausschuss unterstützte die Schülerforderungen, insbesondere beim Thema Transparenz bei Schulübergängen. Gleichzeitig warnte das Bündnis, dass das schwindende Vertrauen in demokratische Institutionen gestärkt werden könnte, wenn Schulen demokratische Werte aktiv vorleben würden.

Um diese Ziele umzusetzen, hat die Koalition eine konkrete Liste mit praktischen Maßnahmen ausgearbeitet. Die Vorschläge zielen darauf ab, Ungleichheiten abzubauen, das psychische Wohlbefinden zu verbessern und jedem Kind gleiche Chancen auf Bildungserfolg zu ermöglichen.

Die Forderungen des Bündnisses werden in dieser Woche offiziell präsentiert. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie die Art und Weise verändern, wie Berlins Schulen Inklusion, Leistungsbewertung und Schülerfürsorge handhaben. Die Initiative bleibt fokussiert auf konkrete Schritte, um die seit langem bestehenden Defizite im Bildungssystem zu beheben.

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