Berlin verzeichnet vierfach mehr Einbürgerungen nach Reform der Behörden
Elias WernerZahl der Einbürgerungen in Berlin steigt deutlich an - Berlin verzeichnet vierfach mehr Einbürgerungen nach Reform der Behörden
Berlin verzeichnet dramatischen Anstieg bei Einbürgerungen
In den vergangenen zwei Jahren hat Berlin einen deutlichen Anstieg der Einbürgerungen erlebt. Die Zahl der Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, hat sich seit 2023 mehr als vervierfacht. Behörden führen den starken Anstieg auf eine grundlegende Reform bei der Bearbeitung der Anträge zurück.
Vor 2024 waren die Berliner Bezirksämter für Einbürgerungsverfahren zuständig. In jenem Jahr erhielten weniger als 10.000 Personen die deutsche Staatsangehörigkeit. Doch eine politische Neuausrichtung Anfang 2024 verlagerte die Verantwortung an das Landesamt für Einwanderung.
Die Umstellung führte zu einem markanten Anstieg: Bis Mitte Dezember 2025 verzeichnete die Stadt 37.877 Einbürgerungen. Engelhard Mazanke, Leiter des Einwanderungsamts, hatte für 2024 zunächst etwa 40.000 prognostiziert, doch die endgültige Zahl für 2025 lag mit rund 39.000 bis 39.500 leicht darunter. Mazanke erwartet nun, dass sich die Zahlen auf diesem Niveau stabilisieren, statt weiter zu steigen. Frühere Prognosen für 2025 waren nie öffentlich gemacht worden, obwohl frühere Trends auf deutlich geringere Zahlen hindeuteten – etwa 1.500 bis 2.500 pro Jahr. Das tatsächliche Ergebnis überstieg diese Schätzungen bei Weitem.
Die Reform hat den Einbürgerungsprozess in Berlin grundlegend verändert. Während früher nur wenige Tausend Menschen jährlich eingebürgert wurden, sind es heute Zehntausende. Die Behörden gehen davon aus, dass das System nun ein neues, deutlich höheres – aber stabiles – Niveau erreicht hat.
