Berlin setzt auf IBA 2034 statt Olympia – S-Bahn-Ring wird zum Zukunftslabor
Hannah BöhmBerlin setzt auf IBA 2034 statt Olympia – S-Bahn-Ring wird zum Zukunftslabor
Berlin wird von 2034 bis 2037 seine dritte Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung des Berliner Senats markiert eine Neuausrichtung weg von einer möglichen Olympiabewerbung, für die es bisher kein konkretes Konzept gibt. Stadtplaner und Architekten begrüßen den Schritt und sehen darin die Chance, die Zukunft der Stadt mitzugestalten.
Die IBA knüpft an zwei frühere Ausgaben in den späten 1950er- und späten 1980er-Jahren an. Besonders die Ausstellung von 1978 bis 1987 hinterließ nachhaltige Spuren in der Stadtentwicklung, auch wenn unklar bleibt, welche konkreten Projekte darauf zurückgehen. Nun hat der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) die Senatsentscheidung gelobt und fordert klare Rahmenbedingungen sowie ehrgeizige Ziele, um neue Maßstäbe zu setzen.
Der AIV betont, dass der geplante Fokus auf den Berliner S-Bahn-Ring eine zentrale Chance bietet. Dieses Gebiet, das den Übergang zwischen Innenstadt und äußerem Stadtraum markiert, könnte eine tiefgreifende Transformation erleben. Zudem sieht der Verband in der IBA eine Plattform, um moderne städtische Herausforderungen mit innovativen Lösungen anzugehen.
Während einige Überschneidungen zwischen der IBA, Olympischen Spielen und einer möglichen Expo befürchten, gibt es auch Skepsis. Befürworter von Olympia und Expo argumentieren, dass sich alle drei Vorhaben gut ergänzen könnten. Doch die Priorisierung der IBA durch den Senat erscheint fester verankert – schließlich fehlt für die Olympiabewerbung selbst ein grundlegendes Konzept.
Die IBA wird drei Jahre lang laufen, beginnend 2034. Der Fokus auf den S-Bahn-Ring und urbane Innovation findet bereits Unterstützung bei zentralen Fachkreisen. Die Entscheidung unterstreicht Berlins Bestreben, langfristige Stadtentwicklung voranzutreiben – statt auf spekulative Großveranstaltungen zu setzen.






