26 January 2026, 04:18

Berlin schlägt zurück: Neue Einheit jagt Gewalt und Hass im Fußball

Ein Gemälde von Männern, die auf einem Feld mit einem Netz Fußball spielen, mit Bäumen, einem Gebäude und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, und dem Text "Fußballvorfälle durch Verband angezeigt" unten.

Gewalt und Hass im Sport: Erste Erfolge durch Zusammenarbeit - Berlin schlägt zurück: Neue Einheit jagt Gewalt und Hass im Fußball

Berlin verstärkt Maßnahmen gegen Gewalt und Hasskriminalität im Sport

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Seit dem 1. Dezember 2023 geht Berlin konsequenter gegen Gewalt und Hassverbrechen im Sport vor. Bei der Staatsanwaltschaft wurde eine spezielle Ermittlungseinheit eingerichtet, die sich ausschließlich mit solchen Fällen befasst. Seit ihrer Gründung hat die Einheit bereits 25 Verfahren aufgenommen – die meisten Meldungen stammen vom Berliner Fußball-Verband (BFV).

Die neue Abteilung „Gewalt im Sport“ bündelt leichtere und mittlere Straftaten unter einem Dach. Von den 25 bearbeiteten Fällen wurden 23 vom BFV an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Der Verband selbst dokumentierte zudem 12 Vorfälle, die zu offiziellen Ermittlungen führten.

Bereits in zwei Fällen wurden Hassverbrechen mit rechtskräftigen Geldstrafen geahndet. Dabei ging es um Beleidigungen, Volksverhetzung und das Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole. Sämtliche gemeldeten Hassdelikte standen bislang im Zusammenhang mit Fußball. In einem weiteren Fall wurde Anklage wegen Bedrohungen gegen einen Schiedsrichter erhoben. Ein weiterer Täter wurde wegen Körperverletzung durch Strafbefehl verurteilt. Die Arbeit der Einheit ist Teil einer breiter angelegten Initiative der Berliner Sicherheitsbehörden, um Gewalt im Sport wirksamer zu bekämpfen. Zudem wurden Partnerschaften mit Sportverbänden geschlossen, um Prävention und Meldewege zu stärken. Ziel ist es, Vorfälle auf und neben dem Platz künftig besser zu koordinieren und zu ahnden.

Die ersten Ergebnisse der Einheit zeigen Fortschritte im Kampf gegen sportbezogene Gewalt und Hasskriminalität. Mit 25 laufenden Verfahren und bereits erzielten Verurteilungen scheint der Ansatz zu greifen. Die Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft und Sportverbänden soll künftig die Meldung und Verfolgung von Straftaten weiter verbessern.