26 April 2026, 10:14

Bergische IHK warnt in Berlin vor Reformstau und fehlender Industriestrategie

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck schütteln sich die Hände vor einem Banner mit der Aufschrift "EU-Gipfel" mit einer Tür im Hintergrund, beide lächeln.

Bergische IHK warnt in Berlin vor Reformstau und fehlender Industriestrategie

Vertreter der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) haben diese Woche die Sorgen der regionalen Wirtschaft direkt nach Berlin getragen. Dort trafen sie sich mit Politikern, darunter Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, um über die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands zu sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die drängenden Probleme, vor denen das Land als Industrienation steht.

Die IHK-Delegation unter der Leitung von Präsident Henner Pasch betonte die zentrale Bedeutung mittelständischer Industrieunternehmen für Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland. Pasch hob ihre Rolle als wichtige Wachstums- und Stabilitätsmotoren hervor. Vizepräsident Roman Diederichs forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Politik bei der Entwicklung von Lösungsansätzen.

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Während der Diskussionen wurde die schwierige wirtschaftliche Lage einhellig anerkannt. Sowohl bestehende als auch geplante Regierungsmaßnahmen wurden kritisch unter die Lupe genommen. Andreas Groß, ein weiterer IHK-Vizepräsident, monierte, dass Deutschland den nötigen Willen fehle, unpopuläre, aber dringend erforderliche Reformen durchzusetzen. Zudem kritisierte er das Fehlen einer klaren Industriestrategie.

Zwei zentrale Punkte kristallisierten sich aus dem Treffen heraus: Erstens herrschte Einigkeit darüber, dass Reformen unverzichtbar sind. Zweitens wird ihr Erfolg maßgeblich vom Tempo der Umsetzung abhängen. Trotz unterschiedlicher Standpunkte verpflichteten sich alle Beteiligten, den konstruktiven Dialog fortzuführen.

Die Gespräche endeten mit der gemeinsamen Erkenntnis, dass Deutschland unter erheblichem wirtschaftlichem Druck steht. Wirtschaftsführer und Politiker vereinbarten, weiter an praktischen Lösungen zu arbeiten. Künftige Diskussionen sollen sich auf die Beschleunigung von Reformen und die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit des Landes konzentrieren.

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