Belarussischer Historiker erhält historischen Preis für osteuropäische Zusammenarbeit
Elias WernerBelarussischer Historiker erhält historischen Preis für osteuropäische Zusammenarbeit
Zum ersten Mal ist ein Vertreter des demokratischen Belarus mit einem renommierten Preis für die Förderung der Zusammenarbeit in Mittel- und Osteuropa ausgezeichnet worden. Der Historiker Aliaksandr Smaliantschuk erhielt die Ehrung im Rahmen einer Feier, die vom Forum für Polnisch-Litauische Zusammenarbeit und Dialog sowie vom Jerzy-Giedroyc-Dialog- und Kooperationsforum organisiert wurde. Die Veranstaltung würdigt Initiativen, die durch gemeinsame Geschichte und Austausch die Bindungen zwischen Polen, Litauen und den Nachbarländern stärken.
Smaliantschuk, Doktor der Geschichtswissenschaften und Professor, forscht derzeit am Institut für Slawistik der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Seine Arbeit beleuchtet die verflochtene Vergangenheit von Belarus, Litauen und Polen. Die diesjährige Preisverleihung markiert einen Meilenstein, da erstmals ein Wissenschaftler aus dem demokratischen Belarus geehrt wurde.
An der Zeremonie nahmen prominente Persönlichkeiten teil, darunter Pawel Latuschka, stellvertretender Leiter des Vereinten Übergangskabinetts. In seiner Ansprache lobte Latuschka Smaliantschuks Bemühungen um die Rückgewinnung historischer Erzählungen und bezeichnete sie als "ein Leuchtfeuer unserer Würde". Er fügte hinzu, dass die Auszeichnung Belarus' Platz in Europa unterstreiche und jede Spaltung ablehne, wie sie durch einen neuen "Eisernen Vorhang" symbolisiert werde.
Bei der Entgegennahme des Preises widmete Smaliantschuk die Auszeichnung allen belarussischen Historikern, die ins Exil gezwungen wurden. Er betonte, dass die Anerkennung ihren gemeinsamen Kampf für akademische Freiheit angesichts der Repressionen in Belarus widerspiegle.
Die Preisverleihung bleibt ein zentrales Ereignis für die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Polen, Litauen und der weiteren Region. Smaliantschuks Arbeit zur gemeinsamen Geschichte ist nun Teil der größeren Bemühungen, den Dialog und das gegenseitige Verständnis zu stärken. Die Einbeziehung eines belarussischen Wissenschaftlers signalisiert wachsende Unterstützung für demokratische Stimmen in der historischen Forschung.






