20 June 2026, 10:10

Bayern deckt 550.000 Euro Steuerlücken bei Influencern auf

Nach AI-unterstützten Steuerprüfungen: Influencer in Bayern müssen Tausende Euro nachzahlen

Bayern deckt 550.000 Euro Steuerlücken bei Influencern auf

Eine Steuerprüfung in Bayern hat ergeben, dass Influencer und Social-Media-Schaffende rund 550.000 Euro an Steuern nicht abgeführt haben. Die Ermittlungen führte die Sonderermittlungsgruppe „eCommerce“ beim Bayerischen Landesamt für Steuern durch. Finanzminister Albert Füracker betonte, dass alle Einkommensbezieher in diesem Bereich ihren steuerlichen Verpflichtungen nachkommen müssten.

Die „eCommerce“-Einheit wertete Tausende Datensätze aus den Jahren 2024 und 2025 aus, die ein Gesamtumsatzvolumen von 1,4 Milliarden Euro umfassen. Bisher wurden etwa 9.000 Datensätze mit Bezug zu Bayern analysiert, die Einnahmen in Höhe von 211 Millionen Euro betreffen. Mithilfe KI-gestützter Software konnten die Aktivitäten von Influencern auf verschiedenen Plattformen nachverfolgt und bewertet werden.

Die Prüfung, über die zunächst Bild und die Ippen-Mediengruppe berichteten, ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Überprüfung der rasant wachsenden Influencer-Branche. Einige Datensätze werden noch geprüft; ob daraus weitere Nachzahlungen resultieren, steht noch nicht fest. Das Ministerium rief Influencer dazu auf, ihre Steuerpflichten offen zu legen.

Die Ergebnisse zeigen Lücken bei der Steuercompliance in der Influencer-Branche auf. Die Behörden beobachten den Sektor weiterhin genau. Der Freistaat rechnet mit weiteren Erkenntnissen, sobald die verbleibenden Datensätze ausgewertet sind.

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