Barbesitzerin räumt nach Vorfall schwere Sicherheitsmängel ein
Jessica Moretti, Inhaberin der Bar Le Constellation, musste sich am Donnerstag in Sion den Fragen der Ermittler stellen. Dort äußerte sie sich zu Sicherheitsmängeln nach einem jüngsten Vorfall in ihrem Lokal.
Während der Befragung räumte Moretti ein, dass in der Bar niemals Evakuierungsübungen stattgefunden hätten. Zudem reagierte sie auf die Kritik von Angehörigen der Betroffenen des Vorfalls.
Moretti begann mit einer Schilderung ihres Handelns in der Nacht des Zwischenfalls. Ihre erste Priorität sei es gewesen, den Alarm auszulösen, alle Anwesenden in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu verständigen, erklärte sie.
Sie widerlegte frühere Berichte, wonach an jenem Abend nur ein Türsteher im Einsatz gewesen sei – tatsächlich seien es zwei gewesen. Dennoch gestand sie ein, dass das Fehlen von Evakuierungstrainings im Vorfeld ein schwerwiegendes Versäumnis darstelle.
Die Barbesitzerin wandte sich auch direkt an die Familien der Opfer. Sie anerkannte deren Wut und Enttäuschung und versprach, in den kommenden Tagen umfassend zu allen offenen Fragen Stellung zu nehmen.
Die Vernehmung in Sion hat eklatante Lücken in den Sicherheitsvorkehrungen von Le Constellation offenbart. Morettis Aussagen bestätigen, dass nie Evakuierungsübungen durchgeführt wurden – auch wenn sie betont, in der kritischen Nacht habe der Schutz der Gäste im Vordergrund gestanden. Die Behörden werden diese Aspekte im Rahmen der weiteren Ermittlungen vertieft prüfen.






