31 May 2026, 02:12

BAföG-Reform droht Verzögerung – KI-Chatbot soll Antragstellung 2024 erleichtern

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform kurz vor dem Aus - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

BAföG-Reform droht Verzögerung – KI-Chatbot soll Antragstellung 2024 erleichtern

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat Verzögerungen bei der geplanten Reform des deutschen Schüler- und Studentenförderwerks BAföG signalisiert. Ursprünglich für das Wintersemester 2026/27 vorgesehen, steht die Neugestaltung nun aufgrund umfassender Haushaltskürzungen auf unsicherem Boden. Gleichzeitig versprach sie, die Arbeitsbedingungen für wissenschaftliches Personal schneller zu verbessern.

Parallel dazu wird ein neuer KI-Chatbot eingeführt, der die Beantragung von BAföG-Leistungen vereinfachen soll. Das Tool soll noch in diesem Jahr als Teil des bafoeg-digital-Portals an den Start gehen.

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Die BAföG-Reform sollte eigentlich Ende 2026 in Kraft treten. Doch Bär räumte nun ein, dass Sparmaßnahmen eine Verschiebung erzwingen könnten. Die Situation nannte sie nachvollziehbar und betonte, dass Politik stets einen Ausgleich zwischen Prioritäten und Nachhaltigkeit finden müsse.

Zugleich relativierte die Ministerin Bedenken hinsichtlich studienbegleitender Nebenjobs. Sie argumentierte, das deutsche System – ohne Studiengebühren und mit staatlicher Unterstützung – biete bereits jetzt erhebliche Vorteile. Die Bedingungen für Studierende bezeichnete sie im internationalen Vergleich als „hochprivilegiert“.

Auf einem anderen Gebiet kündigte Bär eine zügige Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes an. Damit sollen die Regeln für befristete Arbeitsverträge an Hochschulen verschärft werden, um die seit Langem kritisierte Unsicherheit für Forscherinnen und Forscher zu verringern.

Um die BAföG-Antragstellung zu erleichtern, wird demnächst ein KI-gestützter Chatbot auf der bafoeg-digital-Plattform integriert. Er soll Nutzerinnen und Nutzer durch die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen führen und mit dem bestehenden BAföG-Rechner verknüpft werden. Das Tool ermöglicht anonyme und unverbindliche Schätzungen der möglichen Förderung – ganz ohne formellen Antrag.

Dass die BAföG-Reform ihren ursprünglichen Zeitplan einhalten wird, gilt mittlerweile als unwahrscheinlich. Studierende müssen sich stattdessen auf den neuen KI-Chatbot verlassen, der 2024 an den Start geht und bei der Antragstellung unterstützt. Unterdessen verlagert Bär ihren Fokus auf die beschleunigte Verbesserung der Arbeitsbedingungen für wissenschaftliches Personal durch gesetzliche Änderungen.

Quelle