Baden-Württemberg kämpft mit drittem Rezessionsjahr in Folge
Baden-Württembergs Wirtschaft schrumpft zum dritten Mal in Folge
Die wirtschaftlichen Probleme der Region wurden maßgeblich durch einen deutlichen Rückgang in der Industrie vorangetrieben. Die Bruttowertschöpfung in diesem Sektor sank um 2,6 Prozent und zog damit die Gesamtleistung nach unten. Auch die Bauwirtschaft schwächte sich im Vergleich zum Vorjahr ab.
Der Dienstleistungssektor brachte etwas Entlastung und verzeichnete ein Wachstum von 0,4 Prozent. Dieser bescheidene Anstieg milderte zwar die Auswirkungen der Industrieverluste, reichte jedoch nicht aus, um den Abwärtstrend umzukehren. Bundesweit wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent – Baden-Württemberg blieb damit unter dem Durchschnitt.
Im Jahr 2022 lag die Wirtschaftsleistung des Landes bei rund 667,1 Milliarden Euro, was fast 15 Prozent der deutschen Gesamtwirtschaft entspricht. Trotz dieser Größe durchlebt die Region nun das dritte Rezessionsjahr in Folge.
Unter den Bundesländern verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von 1,4 Prozent das stärkste Wachstum. Das Saarland hingegen erlitt mit einem Rückgang von 0,9 Prozent den größten Einbruch und war damit das Schlusslicht.
Baden-Württembergs Wirtschaft bleibt unter Druck: Sowohl die Industrie als auch die Bauwirtschaft schrumpfen. Das leichte Wachstum im Dienstleistungsbereich konnte die breiten Verluste nicht ausgleichen. Die Region steht nun vor der Herausforderung, den dreijährigen Abwärtstrend zu stoppen – und hinkt dabei dem Großteil Deutschlands hinterher.






