Augsburgs römische Vergangenheit kehrt zurück: Neues Museum bis 2033 geplant
Noah WeberGrüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für das Römermuseum bereit - Augsburgs römische Vergangenheit kehrt zurück: Neues Museum bis 2033 geplant
Augsburg bekommt ein neues Römermuseum – nach einem Jahrzehnt ohne
Nach zehn Jahren ohne eigenes Römermuseum plant Augsburg den Neubau eines solchen Hauses. Das letzte Museum dieser Art hatte die Stadt 2012 wegen baulicher Mängel schließen müssen. Nun bringt eine Förderzusage über 30 Millionen Euro aus München das Projekt voran.
Gegründet wurde Augsburg von Kaiser Augustus um 15 v. Chr. als Augusta Vindelicum und zählt damit zu den ältesten Städten Deutschlands. Einst Hauptstadt der römischen Provinz Rätien, war die Stadt ein bedeutendes politisches und militärisches Zentrum nördlich der Alpen. Zwar zeugen gut erhaltene Mosaike und andere Funde von dieser Epoche, doch das letzte Museum musste aus Sicherheitsgründen dichtmachen.
Das neue Museum entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Gefängniskomplexes in der Karmelitengasse. Es wird zudem an die Landesausstellung "Römisches Bayern" angebunden, die vom Archäologischen Landesmuseum München kuratiert wird. Die bayerische Staatsregierung übernimmt die Hälfte der Kosten und stellt ein landeseigenes Grundstück für den Bau zur Verfügung.
Sobald der Stadtrat grünes Licht gibt, soll das Museum bis 2033 seine Türen öffnen. Ziel des Projekts ist es, Augsburgs lebendiges römisches Erbe von den antiken Anfängen bis zum Aufstieg zur mittelalterlichen Handelsmetropole zu würdigen.
Mit der Fertigstellung des Museums wird die römische Geschichte Augsburgs wieder öffentlich zugänglich. Dank staatlicher Förderung und zentraler Lage entwickelt es sich zu einem kulturellen Leuchtturm Schwabens – und die jahrhundertealte Verbindung der Stadt zu ihrer römischen Vergangenheit rückt erneut in den Fokus.






