02 April 2026, 12:18

Aprilscherze in Rheinland-Pfalz: Von Thermalbädern bis zu Feuerwehrpferden

Plakat mit einem Leuchtturm in der Mitte, umgeben von Menschen, einem Fisch und Wasser, mit der Aufschrift "Es ist zum Lachen, fröhlicher Hooligan, nichts als Spaß" oben und unten.

Aprilscherze in Rheinland-Pfalz: Von Thermalbädern bis zu Feuerwehrpferden

Aprilscherze bringen kreative Streiche in Rheinland-Pfalz

Der 1. April bescherte der Region Rheinland-Pfalz eine Welle humorvoller Ankündigungen – von erfundenen Baugenehmigungsstopp in Mainz bis zu kuriosen Wellness-Ideen im Rheingau. Behörden, Unternehmen und Politiker nutzten den Tag für ausgefallene Scherze, die manche zum Lachen brachten und andere kurzzeitig verwirrten.

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Besonders Aufsehen erregten ein angebliches Thermalbad in einem historischen Weingut und ein "Feuerwehrpferd" in Ahrweiler. Lokale Prominente und Betriebe zogen mit, sodass zwischen Amüsement und kurzer Verblüffung alles dabei war.

In Mainz erklärte der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU) sämtliche Baustellen der Stadt kurzerhand zu geschützten Kulturdenkmälern. Seine am 1. April veröffentlichte Mitteilung umfasste Großprojekte wie das Rathaus und das Gutenberg-Museum, die plötzlich als "einzigartiges kulturelles Phänomen" galten. Holle schlug sogar einen Baustopp vor, um diese "Denkmäler" zu bewahren – eine Idee, die zunächst für Stirnrunen sorgte, bis der Scherz aufflog.

Unterdessen präsentierte Schloss Vollrads in Oestrich-Winkel ehrgeizige Pläne für ein Thermalbad mit mineralstoffreichem Quellwasser. Das Weingut köderte mit einer Umbenennung in Bad Schloss Vollrads und der Vision, den Ort zum Wellness-Zentrum zu machen. Zu den angebotenen Kuren zählten "Vinotherapie"-Sitzungen in Räumen, die die Reifebedingungen von Riesling nachahmen sollten, sowie ein Rotwein-Whirlpool mit vermeintlichen Gesundheitsvorteilen. Eine lokale Zeitung entlarvte die Geschichte später als Aprilscherz.

Die Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler steuerte ein "Feuerwehrpferd" als neues Einsatzfahrzeug bei – eine humorvolle Anspielung auf den ländlichen Charme der Region, wenn auch ohne echten vierbeinigen Retter. In Mainz überzeugte der beliebte Metzger Peter kurzzeitig Fußballfans, er sei neuer Küchenchef beim 1. FSV Mainz 05, während der FDP-Politiker Thomas A. Klann scherzhaft seinen Parteiaustritt zugunsten der CDU ankündigte – eine spielerische Abrechnung mit politischer Desinformation.

Die Streiche sorgten für Heiterkeit, hinterließen aber keine bleibenden Spuren: Schloss Vollrads bleibt ein Weingut, Mainz' Bauprojekte laufen wie geplant, und Ahrweilers Feuerwehr setzt weiter auf Löschfahrzeuge. Offizielle Reaktionen von Behörden blieben aus, doch für Einwohner und Besucher war der Tag eine willkommene Abwechslung vom Alltag.

Keine Richtlinien wurden geändert, keine Wellnessresorts gebaut – und schon am nächsten Tag kehrte in der Region wieder der normale Trott ein.

Quelle