Applied Materials zahlt Rekordstrafe von 252 Millionen Dollar für illegale China-Exporte
Hannah BöhmApplied Materials zahlt Rekordstrafe von 252 Millionen Dollar für illegale China-Exporte
Applied Materials zahlt 252 Millionen Dollar Strafe wegen Verstößen gegen US-Exportvorschriften
Der Technologiekonzern Applied Materials hat sich bereit erklärt, eine Strafe in Höhe von 252 Millionen Dollar für die Verletzung von US-Exportbestimmungen zu zahlen. Das Unternehmen gab zu, trotz eines expliziten Verbots Maschinen an Chinas Halbleiterhersteller SMIC geliefert zu haben. Behördenangaben zufolge ereigneten sich die Verstöße zwischen November 2020 und Juli 2022.
Die Einigung folgt auf Ermittlungen zu nicht genehmigten Exporten durch Applied Materials. Das Unternehmen betonte, die Regelbrüche seien nicht vorsätzlich erfolgt. Der Fall erinnert an frühere Sanktionen, etwa die 140,6-Millionen-Dollar-Strafe gegen Cadence im Jahr 2023 für ähnliche Vergehen.
Unterdessen treibt Applied Materials seine Expansion in der Halbleiterforschung voran: Samsung wird sich dem 5-Milliarden-Dollar-EPIC-Komplex des Unternehmens im Silicon Valley anschließen, der 2025 eröffnet werden soll. Das als weltweit größtes und modernstes Forschungszentrum beworbene EPIC konzentriert sich auf kooperative Entwicklung und Fertigungstechnologien für Chips.
Trotz der Strafe bleibt Applied Materials finanziell stabil. Der Jahresumsatz liegt bei 28,4 Milliarden Dollar, für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Nettogewinn von 7 Milliarden Dollar erwartet.
Die Strafe zählt zu den höchsten in jüngster Zeit verhängten Bußgeldern für Exportkontrollverstöße. Applied Materials wird wie geplant den EPIC-Komplex umsetzen und damit seine führende Rolle in der Halbleiterinnovation stärken. Mit der Vereinbarung ist das Verfahren ohne weitere rechtliche Schritte abgeschlossen.






