18 February 2026, 23:32

Apothekensterben in Deutschland: Warum immer mehr Standorte schließen müssen

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das "19 Millionen Amerikaner sparen jährlich durchschnittlich 400 USD bei Arzneimittelkosten" lautet.

Apothekensterben in Deutschland: Warum immer mehr Standorte schließen müssen

Apotheken in ganz Deutschland stecken in einer wachsenden Finanzkrise – nach Jahren stagnierender Förderung. Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) fordert nun dringendes Handeln von der Bundesregierung, um weitere Schließungen zu verhindern. Ohne sofortige Anpassungen der Vergütungssätze warnen Verbandsvertreter vor Engpässen bei der Arzneimittelversorgung und der Patientenbetreuung.

In den letzten zehn Jahren hat Deutschland etwa 18 Prozent seiner Apotheken verloren. Allein zwischen 2021 und 2025 schlossen rund 1.600 Standorte, wobei sich der Rückgang unter der vorherigen Koalitionsregierung noch beschleunigte. Berend Groeneveld, Vorsitzender des LAV, betont, dass dieser Trend bereits jetzt den Zugang der Bevölkerung zu grundlegenden Gesundheitsleistungen einschränkt.

Die Bundesregierung hatte zwar eine feste Erhöhung der Apothekenvergütung zugesagt, doch bisher blieb es bei Ankündigungen. Bundesgesundheitsminister Dr. Andreas Philippi (SPD) und die Landesregierung haben die Dramatik der Lage erkannt, konkrete Maßnahmen stehen jedoch weiterhin aus. Apotheker argumentieren, dass sie ohne stabile Finanzierung weder ihre Kernleistungen aufrechterhalten noch neue Angebote einführen können.

Der LAV macht deutlich: Weitere Verzögerungen werden die Krise verschärfen. Sollten die angekündigten Vergütungsanpassungen nicht umgehend umgesetzt werden, plant der Verband, die Öffentlichkeit über die Risiken von Apothekensterben aufzuklären. Dazu zählen eingeschränkter Zugang zu Rezepten, längere Anfahrtswege für Patienten und Lücken in der fachkundigen Beratung.

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Die Warnung des LAV unterstreicht den akuten Handlungsbedarf im Apothekensektor. Ohne die versprochene Vergütungserhöhung drohen weitere Schließungen, die die Arzneimittelverteilung und die Patientenversorgung zusätzlich belasten. Die nächsten Schritte der Bundesregierung werden entscheiden, ob das System stabilisiert werden kann – oder ob es zu noch größeren Verwerfungen kommt.