17 June 2026, 19:49

Antisemitische Vorfälle in Deutschland erreichen 2025 traurigen Rekord von 8.725 Fällen

Grüne fordern hohe Strafen für Plattformen bei Antisemitismus

Antisemitische Vorfälle in Deutschland erreichen 2025 traurigen Rekord von 8.725 Fällen

Ein neuer Bericht offenbart einen drastischen Anstieg antisemitischer Vorfälle in Deutschland im vergangenen Jahr. Die Studie der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) verzeichnete 2025 insgesamt 8.725 Fälle – mehr als ein Viertel davon spielte sich im Internet ab. Politiker fordern nun strengere Maßnahmen gegen digitale Plattformen, die das Problem nicht ausreichend bekämpfen.

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Der jährliche Bericht „Antisemitische Vorfälle in Deutschland“ wurde von RIAS veröffentlicht. Demzufolge ereigneten sich 27 Prozent der 8.725 dokumentierten Fälle im Jahr 2025 online.

Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, wies auf die anhaltende Bedrohung durch Antisemitismus hin – insbesondere in digitalen Räumen. Er bestärkte die Forderung, dass große Plattformen bestehende Gesetze konsequenter durchsetzen müssen, um antisemitische Inhalte wie Hetznarrative, Beleidigungen und andere Formen der Judenfeindlichkeit zu unterbinden.

Von Notz warnte zudem, dass Plattformen, die untätig bleiben, mit hohen Geldstrafen rechnen müssten. Seiner Ansicht nach seien schärfere Kontrollen und Sanktionen unerlässlich, um die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten und die Verbreitung von Hass einzudämmen.

Der Bericht unterstreicht das Ausmaß des Antisemitismus in Deutschland, wobei digitale Angriffe einen beträchtlichen Anteil ausmachen. Abgeordnete drängen auf eine verschärfte Überwachung und härtere Strafen, um Plattformbetreiber in die Pflicht zu nehmen. Ziel ist es, die Ausbreitung antisemitischer Inhalte wirksamer zu stoppen.

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