25 June 2026, 14:14

Antimuslimische Hasskriminalität erreicht 2025 traurigen Höchststand in Deutschland

Angriffe auf Muslime nehmen zu

Antimuslimische Hasskriminalität erreicht 2025 traurigen Höchststand in Deutschland

Antimuslimische Vorfälle in Deutschland nehmen 2025 stark zu

Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Claim haben antimuslimische Vorfälle in Deutschland im Jahr 2025 deutlich zugenommen. Die Organisation dokumentierte 4.096 Fälle – ein Anstieg um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Claim fordert nun stärkere Schutzmaßnahmen und bessere Unterstützung für die Opfer solcher Straftaten.

Der Bericht zeigt einen besorgniserregenden Anstieg von Gewalt und Diskriminierung. 2025 wurden zwei Morde, 214 körperliche Angriffe, 320 Fälle von Sachbeschädigung und fünf Brandanschläge registriert. Beleidigungen blieben mit 61,1 Prozent der Fälle die häufigste Form der Übergriffe.

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Frauen waren überproportional betroffen: Sie machten 64,5 Prozent der Opfer aus, während der Anteil der Männer bei 34,5 Prozent lag. Ein besonders bekannter Fall ereignete sich im Februar 2025, als zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren in Berlin angegriffen wurden, weil sie ein Kopftuch trugen. Neben körperlicher und verbaler Gewalt berichteten Betroffene auch von struktureller Diskriminierung: 44 Prozent der befragten Muslime gaben an, in Jobcentern benachteiligt worden zu sein, 55 Prozent in Ausländerbehörden.

Trotz der Häufigkeit solcher Vorfälle zeigten nur vier Prozent der Muslime, die im vergangenen Jahr Diskriminierung erlebten, diese offiziell an. Der Bericht zeigt zudem, dass jeder zweite Deutsche antimuslimischen Aussagen zustimmt. Als Reaktion schlägt Claim die Einführung eines nationalen Gedenktags am 1. Juli vor, um auf antimuslimischen Rassismus aufmerksam zu machen.

Die Ergebnisse unterstreichen einen wachsenden Trend antimuslimischer Feindseligkeit in Deutschland. Mit der Forderung nach einem Gedenktag und besserer Opferhilfe will Claim das Problem angehen. Die Daten verdeutlichen sowohl das Ausmaß der Vorfälle als auch die hohe Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle.

Quelle