24 May 2026, 16:46

Antifeministische Angriffe auf Gleichstellungssymbole nehmen dramatisch zu

Orangene Bänke gegen Gewalt an Frauen werden systematisch zerstört – ein alarmierendes Signal

Antifeministische Angriffe auf Gleichstellungssymbole nehmen dramatisch zu

Antifeministische Vorfälle nehmen in Deutschland deutlich zu. Allein im Jahr 2024 registrierte die Meldestelle Antifeminismus 558 Fälle – das entspricht durchschnittlich zehn Vorfällen pro Woche. Gleichzeitig werden Angriffe auf Symbole der Gleichstellung immer häufiger, darunter auch gezielte Beschädigungen von orangefarbenen Bänken, die im Rahmen der UN-Kampagne Orange the World auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen sollen. Die Meldestelle dokumentiert eine besorgniserregende Entwicklung: Antifeministische Haltungen finden zunehmend Zustimmung über das rechtsextreme Milieu hinaus. Der Deutsche Frauenrat warnt, dass solche Einstellungen in der breiten Gesellschaft an Akzeptanz gewinnen. Gleichzeitig berichten Gleichstellungsbeauftragte von einer Eskalation der Angriffe, die von Budgetkürzungen und verbalen Beleidigungen bis hin zu direkten Drohungen reichen. Ein Kongress in Lübeck setzte sich kürzlich mit der wachsenden Herausforderung durch Antifeminismus im gesamten Land auseinander.

In mehreren deutschen Städten wurden orangefarbene Bänke, die als Zeichen gegen Gewalt an Frauen aufgestellt wurden, gezielt beschädigt. In Wiesbaden verschwand eine solche Bank komplett, während in Annweiler Unbekannte den auf der Bank angebrachten Slogan veränderten. In Osnabrück wurde eine weitere Bank mit Graffiti beschmiert. Die Bänke waren im Rahmen der UN-Initiative Orange the World in der Signalfarbe gestrichen worden, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

Gleichstellungsbeauftragte melden zudem eine wachsende Feindseligkeit und konkrete Bedrohungen gegen ihre Arbeit. Die Vorfälle zeigen, dass antifeministische Akteure zunehmend gewaltbereit agieren und gezielt Symbole der Gleichberechtigung angreifen. Die Häufung der Vorfälle deutet auf eine Verschärfung der Konflikte um Gleichstellungspolitik hin. Während die Meldestelle Antifeminismus weiterhin Fälle erfasst, wird deutlich, dass die Angriffe nicht nur verbal bleiben, sondern auch in physische Zerstörung und direkte Einschüchterung umschlagen. Die Entwicklung stellt Politik und Zivilgesellschaft vor die Aufgabe, Gegenstrategien zu entwickeln und den Schutz von Gleichstellungsarbeit zu stärken.

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