Angela Rogan: Vom Belfast-Taxidepot zur Poker-Chipleaderin in Madrid
Angela Rogan hielt erstmals mit elf Jahren ein Pokerblatt in der Hand – und zwar in einem Taxidepot in Belfast. Jahrzehnte später ist sie heute eine erfahrene Spielerin, Akademikerin und Mutter, die High-Stakes-Turniere mit dem Unterricht für ihren eigenen Sohn unter einen Hut bringt. Diese Woche führt sie das Mini Main Event der PartyPoker Tour in Madrid an, nachdem sie kürzlich in Malta Erfolge feiern konnte.
Rogan wuchs mit Dealer’s-Choice-Spielen wie Railroad, Southern Cross und Big Heart Brag auf – lange bevor Texas Hold’em die Pokerszene dominierte. Anfang der 2000er Jahre gehörte sie zu den wenigen Frauen an den Tischen und musste sich in der männlich geprägten Welt oft mit Sexismus und Anfeindungen auseinandersetzen.
Trotz dieser Herausforderungen wandte sie sich nie dauerhaft vom Poker ab. Selbst als sie vier Kinder unter fünf Jahren großzog, reiste sie weiterhin zu Turnieren. Abseits der Filztische erwarb Rogan einen Bachelor-, einen Masterabschluss sowie eine Promotion in Kriminologie, Soziologie, Medizinrecht und statistischer Analyse.
Nach ihrer Promotion kehrte sie als Vollzeitprofi zum Poker zurück – mit Erfolg: Allein in diesem Jahr hat sie bereits über 10.000 Pfund an Turniergewinnen eingespielt. Im Oktober platzierte sie sich im Main Event der PartyPoker Tour auf Malta und gewann zudem das Ladies Event. Nun führt sie als Chipleaderin das Mini Main Event in Madrid an und beweist damit ihre Klasse in verschiedenen Spielformaten.
Abseits der Tische gibt Rogan ihr Wissen an ihren 18-jährigen Sohn weiter, der kürzlich bei seinem ersten Irish Poker Tour-Event in die Geldränge kam. Zudem lobt sie die PartyPoker Tour für ihre erschwinglichen Buy-ins und die inklusive Atmosphäre – ein erfrischender Kontrast zu der gnadenlosen Pokerwelt, die sie einst durchlaufen hat.
Rogans Geschichte spannt sich über Jahrzehnte: von den underground Spielen Belfasts bis zu internationalen Turnieren und akademischem Erfolg. Ihre jüngsten Siege und die Führung in Madrid unterstreichen eine Karriere, die kein Tempo verliert. Und während ihr Sohn erste Preise einstreicht, deutet alles darauf hin, dass Poker in der Familie noch lange eine Rolle spielen wird.






