01 May 2026, 20:37

Air Canada muss 150.000 Dollar Strafe für falsche Passagierkontrollen zahlen

Schwarz-weiß-Foto von Menschen, die durch einen Flughafen gehen und Koffer tragen, mit Sofas, einem Müllcontainer, Säulen und Glasfenstern im Hintergrund.

Air Canada muss 150.000 Dollar Strafe für falsche Passagierkontrollen zahlen

Das Schweizerische Bundesverwaltungsgericht hat Air Canada mit einer Strafe von 144.000 Schweizer Franken (rund 150.000 US-Dollar) belegt, weil die Fluggesellschaft neun Passagiere ohne gültige Einreisedokumente befördert hatte. Die Vorfälle ereigneten sich in der ersten Jahreshälfte 2019 und stellen eine weitere Sanktion für die Airline wegen ähnlicher Verstöße in den vergangenen Jahren dar.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Fluggesellschaft hat das Urteil angefochten und argumentiert, sie habe Maßnahmen ergriffen, um ihr Personal zu schulen und solche Fälle zu reduzieren. Das Gericht hielt die getroffenen Vorkehrungen jedoch für unzureichend, um weitere Verstöße zu verhindern. Die aktuelle Strafe geht auf neun Passagiere zurück, die Anfang 2019 nach Zürich geflogen wurden, ohne über die erforderlichen Einreisedokumente für die Schweiz zu verfügen. Air Canada wehrte sich gegen die Geldbuße und verwies darauf, dass die Fehlerquote mit nur 0,01 pro befördertem Passagier sehr niedrig liege. Doch das Gericht urteilte, die Airline habe nicht nachweisen können, dass sie wirksame Nachbereitungsmaßnahmen wie etwa Gespräche mit den beteiligten Mitarbeitern nach früheren Vorfällen umgesetzt habe.

Seit 2015 wurde die Fluggesellschaft wiederholt wegen der Beförderung „nicht zugelassener Passagiere“ sanktioniert. Allein 2018 führten 14 solche Fälle zu einer Strafe von 224.000 Franken. Anfangs hatte Air Canada für den ersten Verstoß lediglich eine Verwarnung erhalten. Bei späteren Verstößen wurden automatisch Bußgelder in Höhe von 4.000 Schweizer Franken pro Passagier fällig.

Das aktuelle Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Air Canada behält sich vor, beim Schweizerischen Bundesgericht Berufung einzulegen, falls sie das Urteil weiter anfechten will. Die Entscheidung des Gerichts unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Passagierkontrollen bei Air Canada. Ohne strengere interne Überprüfungsmechanismen bleibt die Airline weiterhin gefährdet, für ähnliche Verstöße weitere Strafen zu erhalten. Die Geldbuße bestätigt die konsequente Durchsetzung der Einreisebestimmungen für Reisende in der Schweiz.

Lesen Sie auch:

Quelle