AfD gründet neue Jugendorganisation "Generation Deutschland" unter Protesten und Beobachtung
Elias WernerProteste begleiten Gründung der AfD-Jugend in Niedersachsen - AfD gründet neue Jugendorganisation "Generation Deutschland" unter Protesten und Beobachtung
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat in Niedersachsen eine neue Jugendorganisation mit dem Namen Generation Deutschland gegründet. Die Veranstaltung fand unter Protesten und genauer Beobachtung durch die Behörden statt – etwa 300 Demonstranten hatten sich vor dem nicht öffentlichen Treffen versammelt.
Die Gründungsversammlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, doch die Führung der Gruppe wurde bekannt gegeben. Den Vorsitz übernimmt der 28-jährige Bundestagsabgeordnete Micha Fehre. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Patrick Schwarzer gewählt, während Adrian Maxhuni als Ersatzmitglied fungiert. Der Landesvorstand besteht insgesamt aus elf Personen.
Generation Deutschland löst die inzwischen aufgelöste Junge Alternative ab, die von den Behörden zuvor als rechtsextremistisch eingestuft worden war. Eine Mitgliedschaft setzt voraus, dass man gleichzeitig der AfD-Partei angehört. Zu den erklärten Zielen der Organisation gehören die Unterstützung junger Familien, die Förderung wettbewerbsfähiger Wirtschaftspreise, die Wiederbelebung der Kernenergie sowie die Durchsetzung von Remigrationspolitik.
Fehre hat bereits mit deutlichen Aussagen auf sich aufmerksam gemacht und gefordert, dass Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus abgeschoben werden müssten. Gleichzeitig hat das Bundesamt für Verfassungsschutz Bedenken wegen ideologischer und personeller Verbindungen zur verbotenen Jungen Alternative geäußert. Auch der niedersächsische AfD-Landesverband wird von den Behörden als extremistische Bewegung eingestuft.
Die Gründung von Generation Deutschland markiert eine neue Phase der AfD-Jugendarbeit in Niedersachsen. Mit einer etablierten Führung und klaren politischen Positionen steht die Gruppe nun vor anhaltender Beobachtung durch Protestierende und Behörden. Ihre künftigen Aktivitäten dürften weiterhin das besondere Interesse der Verfassungsschützer auf sich ziehen.
