16 Prozent weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 58 Tage umsonst arbeiten
Noah Weber16 Prozent weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 58 Tage umsonst arbeiten
Frauen in Deutschland verdienen weiterhin 16 Prozent weniger als Männer – und arbeiten damit 58 Tage im Jahr quasi unbezahlt
Auch 2024 klaffen die Gehälter von Frauen und Männern in Deutschland weiterhin auseinander: Im Schnitt verdienen Frauen 16 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Um auf diese anhaltende Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, veranstaltet das Bündnis Equal Pay MV am 27. Februar 2026 in Greifswald eine öffentliche Aktion – passend zum diesjährigen bundesweiten Equal Pay Day.
Der Gender Pay Gap begleitet Frauen durch alle Phasen ihres Berufslebens, von der Einstiegsposition bis zum Ruhestand. Viele arbeiten in Teilzeit, übernehmen schlecht bezahlte Jobs oder leisten unbezahlt Care-Arbeit. Mit rund 16 Prozent liegt die Lohnlücke in Deutschland weiterhin über dem EU-Durchschnitt von etwa 12 Prozent – und hat sich seit 2025 nicht verringert.
Das Equal Pay MV-Bündnis, zu dem der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern und der DGB Nord gehören, lädt zum kostenlosen Event "Nahtlos durch die Nacht" ein, bei dem vor Ort Spenden gesammelt werden. Unter dem Hashtag #equalpaydaymv können Interessierte mehr über die Kampagne erfahren.
Obwohl seit 2025 keine neuen nationalen Maßnahmen eingeführt wurden, muss Deutschland bis Juni 2026 die verschärften Vorgaben der EU-Lohntransparenzrichtlinie umsetzen. Diese sehen vor, dass Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten künftig umfassendere Gehaltsangaben offenlegen müssen – eine Erweiterung des Entgelttransparenzgesetzes von 2017/2018.
Ziel der Veranstaltung am 27. Februar ist es, die anhaltende Lohnungleichheit ins Bewusstsein zu rücken. Die strengeren EU-Transparenzregeln könnten Arbeitgeber bald zum Handeln zwingen. Bis dahin bleibt es dabei: Frauen in Deutschland erhalten im Schnitt 16 Prozent weniger Lohn als Männer.
Munich's 'Flash Pop' protest joins Greifswald's campaign as nationwide efforts push for transparency
A parallel Equal Pay Day action unfolded in Munich on 26 February 2026, coinciding with the Greifswald event. Key details include:
- Flash Pop protest at Marienplatz under the motto 'Pop the Gap: Lassen wir die Lohnlücke platzen!'
- Organisers highlighted the 16% unadjusted pay gap as a 'gesellschaftlicher Skandal'
- The EU's 2026 transparency rules were cited as a catalyst for change in both cities.