12 April 2026, 08:14

12 Jahre Haft für brutalen Mord an 84-Jähriger in Kehl durch psychisch kranken Täter

Ein altes, vergilbtes Buch mit einer Liste von Frauenhäftlingsnamen in schwarzer Tinte und Spalten.

12 Jahre Haft für brutalen Mord an 84-Jähriger in Kehl durch psychisch kranken Täter

Ein 24-jähriger Deutscher ist vom Landgericht Offenburg zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, weil er im vergangenen Jahr in Kehl (Ortenaukreis) eine 84-jährige Frau auf besonders brutale Weise ermordet hat. Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da bei dem Angeklagten eine diagnostizierte Schizophrenie vorliegt.

Das Verbrechen ereignete sich im vergangenen Jahr in Kehl: Der Mann drang über eine unverschlossene Balkontür in die Wohnung der Seniorin ein, um Wertgegenstände zu stehlen. Während des Überfalls stopfte er ihr Unterwäsche in den Mund, um sie zum Schweigen zu bringen – dabei erstickte die Frau.

Nach der Tat entwendete er die Bankkarte des Opfers und tätigte in den folgenden zwei Tagen kleinere Einkäufe in Kehl und Offenburg. Die Polizei konnte ihn später über DNA-Spuren mit dem Tatort in Verbindung bringen. Das Gericht sprach ihn des Mordes in Tateinheit mit Raub und Vergewaltigung mit Todesfolge schuldig.

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Als erschwerende Umstände nannten die Richter Habgier, Heimtücke sowie die Absicht, weitere Straftaten zu begehen. Der Angeklagte war der Polizei bereits wegen kleinerer Delikte bekannt. Nach dem Urteil wird er in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt. Sollte sich sein Zustand bessern, könnte er nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe entlassen werden.

Der Fall endete mit einer zwölfjährigen Haftstrafe und einer psychiatrischen Begutachtung. Das Urteil stellt sicher, dass der Täter in Haft bleibt, sofern sich sein psychischer Zustand nicht deutlich verbessert. Die Entscheidung des Gerichts spiegelt auch die Schwere der Tat und die Auswirkungen auf die Angehörigen des Opfers wider.

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