100 Jahre elenia-Institut: Wie die Elektrotechnik die Energiewende prägt

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Eine Maschine ist im Vordergrund mit Strommasten, Kabeln, Barrieren, Pflanzen und Himmel im Hintergrund positioniert.Admin User

100 Jahre elenia-Institut: Wie die Elektrotechnik die Energiewende prägt

Das elenia-Institut feiert sein 100-jähriges Jubiläum mit dem „Festkolloquium elenia 100“ im Oktober 2025. Damit würdigt es ein Jahrhundert innovativer Forschung in der Elektrotechnik – von den Anfängen unter Erwin Marx bis hin zur heutigen Ausrichtung auf die Integration erneuerbarer Energien.

Erwin Marx, der Erfinder des Marx-Generators, legte 1925 den Grundstein. Er machte Braunschweig zu einem Zentrum für Hochspannungstechnik und gründete eine eigenständige Abteilung für Elektrotechnik. Unter seiner Leitung weitete das Institut seine Forschung auf Isolationsprüfungen, Schalt- und Gleichrichtertechnik sowie die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) aus.

Während der Zeit des Nationalsozialismus erhielten Marx’ Arbeiten strategische Bedeutung, da viele Projekte militärische Relevanz besaßen. Nach dem Krieg bildete er Studierende wie Adil Erk und Karl Brinkmann aus, die später führende Positionen in der Industrie einnahmen. Marx’ Vision eines europäischen HGÜ-Netzes zur Übertragung günstiger Energie über große Entfernungen prägt die Forschung des Instituts bis heute.

Im 21. Jahrhundert hat sich das elenia-Institut den Herausforderungen der Energiewende gewidmet. Seit dem Jahr 2000 befasst es sich mit Netzausbau, Elektromobilität und dezentralen Energiesystemen. Aktuelle Schwerpunkte liegen auf der Integration erneuerbarer Energien und der Analyse des Ladeverhaltens von Elektrofahrzeugen.

Die Jubiläumsfeier des elenia-Instituts unterstreicht seine bewegte Geschichte und das anhaltende Engagement für Innovationen in der elektrischen Energieversorgung. Von den Wurzeln in der Hochspannungstechnik bis hin zur heutigen Ausrichtung auf die Energiewende gestaltet das Institut weiterhin die Zukunft der Elektrotechnik.